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Die Schweden in Leipzig
98,00 € *
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Vor 400 Jahren begann in Prag ein Konflikt, in dem sich lang angestaute politische, religiöse und reichskonstitutionelle Spannungen entluden. Er löste einen Krieg aus, der rasch den Großteil des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation erfasste und 30 Jahre lang schier endloses Leid für die Bevölkerung, enormen Verlust an Menschenleben und massive Zerstörung von Werten mit sich brachte. Mit dem Eingreifen auswärtiger Mächte, allen voran des Königreichs Schwedens, gewann dieser Dreißigjährige Krieg eine neue, eine gesamteuropäische Dimension.Der vorliegende Band widmet sich der schwedischen Besetzung Leipzigs von 1642 bis 1650, die bisher weder in der allgemeinen Forschung zum Dreißigjährigen Krieg noch in der Leipziger Stadtgeschichtsforschung eingehender betrachtet wurde. In jenem Krieg war die finanzstarke Stadt, die als überregionaler Messe- und Handelsplatz und mit seiner Universität zu den bedeutendsten des Heiligen Römischen Reiches zählte, sowohl von kaiserlichen als auch schwedischen Truppen heiß umkämpft und mehrfach belagert worden. Nach der zweiten Schlacht von Breitenfeld im Herbst 1642, direkt vor Leipzigs Toren ausgetragen, nahmen die Schweden die Stadt ein und hielten sie bis zur endgültigen Bezahlung der in den Friedensverhandlungen zu Münster und Osnabrück ausgehandelten Satisfaktionsgelder im Sommer 1650 besetzt.Anhand der reichhaltigen Bestände deutscher und schwedischer Archive beleuchtet die vorliegende Arbeit Struktur und Funktionsweisen der schwedischen Militärverwaltung sowie die militärischen, politischen und ökonomischen Folgen der Einnahme der Stadt.

Anbieter: Dodax
Stand: 23.01.2020
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Mann Gottes
19,99 € *
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Christian ist katholischer Theologe und überzeugt, die Wahrheit gepachtet zu haben, gefeit zu sein gegen Versuchungen aller Art. Der Dekan der Universität und seine Studenten schätzen seine Logik, seine rhetorischen Fähigkeiten. Einmal die Messe gelesen und sonst nichts. Als dann eine simple Beerdigung ihn bis auf die Knochen blamiert, ändert sich alles: sein Denken in Alternativen, das bisher unreflektierte Verhältnis zu Frauen ...Parallel ändert sich auch die Lebensweise von zwei Russlanddeutschen, Jekatharina und Grigoriew im traditionell katholischen Paderborn. Sie passen sich an, glücklich den Gulag in Sibirien überlebt und froh wieder ein Zuhause zu haben. Sie wollen heiraten. Bis Jekatharina auf der Beerdigung Christian kennenlernt, fasziniert von neuer Liebe träumt. Sie treffen sich per Zufall und lassen ihrer Lust freien Lauf.Der Leser erfährt viel über Krieg und Nachkriegszeit, gesellschaftliche und politische Zustände in Deutschland und Russland, den Konflikt in Kopf und Herz der Beteiligten. Wie es ausgehen muss, letzten Endes.

Anbieter: Dodax
Stand: 23.01.2020
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Mann Gottes
20,60 € *
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Christian ist katholischer Theologe und überzeugt, die Wahrheit gepachtet zu haben, gefeit zu sein gegen Versuchungen aller Art. Der Dekan der Universität und seine Studenten schätzen seine Logik, seine rhetorischen Fähigkeiten. Einmal die Messe gelesen und sonst nichts. Als dann eine simple Beerdigung ihn bis auf die Knochen blamiert, ändert sich alles: sein Denken in Alternativen, das bisher unreflektierte Verhältnis zu Frauen ...Parallel ändert sich auch die Lebensweise von zwei Russlanddeutschen, Jekatharina und Grigoriew im traditionell katholischen Paderborn. Sie passen sich an, glücklich den Gulag in Sibirien überlebt und froh wieder ein Zuhause zu haben. Sie wollen heiraten. Bis Jekatharina auf der Beerdigung Christian kennenlernt, fasziniert von neuer Liebe träumt. Sie treffen sich per Zufall und lassen ihrer Lust freien Lauf.Der Leser erfährt viel über Krieg und Nachkriegszeit, gesellschaftliche und politische Zustände in Deutschland und Russland, den Konflikt in Kopf und Herz der Beteiligten. Wie es ausgehen muss, letzten Endes.

Anbieter: Dodax AT
Stand: 23.01.2020
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Von der Reformation bis zum Wiener Kongress
49,00 € *
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1000 Jahre Leipzig - Die große vierbändige StadtgeschichteZum Jahre 1015 notierte Bischof Thietmar von Merseburg den Ort Libzi in seiner Chronik. Aus Anlass des tausendjährigen Jubiläums dieser ersten schriftlichen Erwähnung Leipzigs erscheint eine moderne vierbändige Stadtgeschichte, die sich an einen breiten, historisch interessierten Leserkreis wendet. Die Gesamtdarstellung vermittelt anschaulich die wechselvolle Geschichte der Stadt und ihrer Bewohner von den Anfängen bis zur Gegenwart. Das Spektrum der behandelten Themen umfasst die politische Geschichte ebenso wie die Wirtschafts-, Sozial- und Kirchengeschichte bis hin zur Kultur- und Alltagsgeschichte, wobei die prägenden Kräfte städtischen Lebens besonders im Blick stehen. Zahlreiche farbige Abbildungen, Karten, Grafiken und Tabellen erläutern die Darstellung.Der zweite Band behandelt die Geschichte Leipzigs von der Einführung der Reformation 1539 bis zum Wiener Kongress im Jahre 1815 auf der Grundlage des heutigen Wissensstandes und zahlreicher neuer aus den Quellen erarbeiteter Forschungsergebnisse.Leipzig war in diesem Zeitraum neben Dresden die bedeutendste Stadt Sachsens und spielte als Messe- und Universitätsstadt reichs- und europaweit eine Rolle. Von überragender Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung waren die Leipziger Messen sowie die Nähe zum Bergbau im Erzgebirge und zum Kupferabbau im Mansfelder Raum. Leipzig war aber auch ein Zentrum von Kultur und Bildung und bedeutender Standort des Buchdrucks und Verlagswesens mit großer geistig-kultureller Ausstrahlung. Das wohlhabende Bürgertum der Stadt war an wissenschaftlichen Sammlungen, Museen, Bibliotheken interessiert und förderte Theater, Literatur und Musik. Die Leipziger Universität gehörte zu den meist besuchten Hochschulen des Reiches, daneben existierten als höhere Ausbildungsstätten die Thomasschule mit dem Thomanerchor und die Nikolaischule sowie eine Kunstakademie. Im Schmalkaldischen Krieg, im Dreißigjährigen Krieg und in der napoleonischen Zeit wurde das städtische Leben durch mehrfache Belagerungen und feindliche Besetzungen schwer beeinträchtigt, das Umland zum Schauplatz blutiger Schlachten. Die tiefsten Spuren hat dabei fraglos die Völkerschlacht von 1813 hinterlassen, die im kollektiven Gedächtnis der Leipziger bis heute präsent ist.Aus dem Inhalt- Grundzüge der städtischen Entwicklung 1539-1815- Ratsregiment und Stadtverwaltung- Leipzig als Messe- und Finanzplatz- Buchhandel und Verlagswesen- Handwerksinnungen- Kirchliches und religiöses Leben- Universität, Schulwesen, Bildung- Literatur, Theater, Musik- Malerei und Bildhauerkunst- Alltagsleben, Besucher und Reisende- Armen- und Krankenfürsorge- Architektur und Stadtbild- Die Völkerschlacht bei Leipzig- Die Dörfer im späteren Leipziger Stadtgebiet

Anbieter: Dodax
Stand: 23.01.2020
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Von der Reformation bis zum Wiener Kongress
50,40 € *
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1000 Jahre Leipzig - Die große vierbändige StadtgeschichteZum Jahre 1015 notierte Bischof Thietmar von Merseburg den Ort Libzi in seiner Chronik. Aus Anlass des tausendjährigen Jubiläums dieser ersten schriftlichen Erwähnung Leipzigs erscheint eine moderne vierbändige Stadtgeschichte, die sich an einen breiten, historisch interessierten Leserkreis wendet. Die Gesamtdarstellung vermittelt anschaulich die wechselvolle Geschichte der Stadt und ihrer Bewohner von den Anfängen bis zur Gegenwart. Das Spektrum der behandelten Themen umfasst die politische Geschichte ebenso wie die Wirtschafts-, Sozial- und Kirchengeschichte bis hin zur Kultur- und Alltagsgeschichte, wobei die prägenden Kräfte städtischen Lebens besonders im Blick stehen. Zahlreiche farbige Abbildungen, Karten, Grafiken und Tabellen erläutern die Darstellung.Der zweite Band behandelt die Geschichte Leipzigs von der Einführung der Reformation 1539 bis zum Wiener Kongress im Jahre 1815 auf der Grundlage des heutigen Wissensstandes und zahlreicher neuer aus den Quellen erarbeiteter Forschungsergebnisse.Leipzig war in diesem Zeitraum neben Dresden die bedeutendste Stadt Sachsens und spielte als Messe- und Universitätsstadt reichs- und europaweit eine Rolle. Von überragender Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung waren die Leipziger Messen sowie die Nähe zum Bergbau im Erzgebirge und zum Kupferabbau im Mansfelder Raum. Leipzig war aber auch ein Zentrum von Kultur und Bildung und bedeutender Standort des Buchdrucks und Verlagswesens mit großer geistig-kultureller Ausstrahlung. Das wohlhabende Bürgertum der Stadt war an wissenschaftlichen Sammlungen, Museen, Bibliotheken interessiert und förderte Theater, Literatur und Musik. Die Leipziger Universität gehörte zu den meist besuchten Hochschulen des Reiches, daneben existierten als höhere Ausbildungsstätten die Thomasschule mit dem Thomanerchor und die Nikolaischule sowie eine Kunstakademie. Im Schmalkaldischen Krieg, im Dreißigjährigen Krieg und in der napoleonischen Zeit wurde das städtische Leben durch mehrfache Belagerungen und feindliche Besetzungen schwer beeinträchtigt, das Umland zum Schauplatz blutiger Schlachten. Die tiefsten Spuren hat dabei fraglos die Völkerschlacht von 1813 hinterlassen, die im kollektiven Gedächtnis der Leipziger bis heute präsent ist.Aus dem Inhalt- Grundzüge der städtischen Entwicklung 1539-1815- Ratsregiment und Stadtverwaltung- Leipzig als Messe- und Finanzplatz- Buchhandel und Verlagswesen- Handwerksinnungen- Kirchliches und religiöses Leben- Universität, Schulwesen, Bildung- Literatur, Theater, Musik- Malerei und Bildhauerkunst- Alltagsleben, Besucher und Reisende- Armen- und Krankenfürsorge- Architektur und Stadtbild- Die Völkerschlacht bei Leipzig- Die Dörfer im späteren Leipziger Stadtgebiet

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Stand: 23.01.2020
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Konrad der Große
24,90 € *
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Als Konrad Adenauer am 18. Oktober 1917 sein Amt als Oberbürgermeister in Köln antrat, herrschte in Berlin noch der Kaiser und es tobte der Krieg. Als Mann mit Weitsicht und Erfindergeist half er der Kölner Bevölkerung über Lebensmittelknappheit und andere Nöte hinweg. Im November 1918 war der Erste Weltkrieg verloren und wenig später zogen britische Besatzungstruppen in Köln ein und blieben bis 1926.Die im Versailler Vertrag festgeschriebene Entmilitarisierung des Rheinlandes machte sich Konrad Adenauer zunutze, um Köln zum wirtschaftlichen und kulturellen Mittelpunkt im Westen Deutschlands auszubauen. Die Anlage des Grüngürtels als grüne Lunge für die wachsende Großstadt, ergänzt durch Sporteinrichtungen in Müngersdorf sind legendär. Mit der 1924 in Deutz eröffneten Messe wurde Köln zur bedeutenden Messestadt und besaß bereits 1925 mit dem Hansahochhaus das höchste Haus Europas. Der Flughafen Butzweilerhof wurde zum wichtigsten westdeutschen Zivilflughafen ausgebaut und in Niehl entwickelte sich ein neuer Industriehafen. Die erfolgreiche Umsetzung dieser Großprojekte sowie der Bau der Fordwerke 1930 war in vielem dem persönlichen Engagement Adenauers zu verdanken.In der ADENAUERzeit wurde Köln zum Zentrum der Dadaisten und die Kölner Werkschulen sowie die Musikhochschule tragen noch heute zum Renommée der Kulturstadt Köln bei.

Anbieter: Dodax
Stand: 23.01.2020
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Konrad der Große
25,60 € *
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Als Konrad Adenauer am 18. Oktober 1917 sein Amt als Oberbürgermeister in Köln antrat, herrschte in Berlin noch der Kaiser und es tobte der Krieg. Als Mann mit Weitsicht und Erfindergeist half er der Kölner Bevölkerung über Lebensmittelknappheit und andere Nöte hinweg. Im November 1918 war der Erste Weltkrieg verloren und wenig später zogen britische Besatzungstruppen in Köln ein und blieben bis 1926.Die im Versailler Vertrag festgeschriebene Entmilitarisierung des Rheinlandes machte sich Konrad Adenauer zunutze, um Köln zum wirtschaftlichen und kulturellen Mittelpunkt im Westen Deutschlands auszubauen. Die Anlage des Grüngürtels als grüne Lunge für die wachsende Großstadt, ergänzt durch Sporteinrichtungen in Müngersdorf sind legendär. Mit der 1924 in Deutz eröffneten Messe wurde Köln zur bedeutenden Messestadt und besaß bereits 1925 mit dem Hansahochhaus das höchste Haus Europas. Der Flughafen Butzweilerhof wurde zum wichtigsten westdeutschen Zivilflughafen ausgebaut und in Niehl entwickelte sich ein neuer Industriehafen. Die erfolgreiche Umsetzung dieser Großprojekte sowie der Bau der Fordwerke 1930 war in vielem dem persönlichen Engagement Adenauers zu verdanken.In der ADENAUERzeit wurde Köln zum Zentrum der Dadaisten und die Kölner Werkschulen sowie die Musikhochschule tragen noch heute zum Renommée der Kulturstadt Köln bei.

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Stand: 23.01.2020
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Die Inkunabeln der Ratsschulbibliothek Zwickau
49,00 € *
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Der Katalog erschließt einen Teil der Bestände einer der ältesten Bibliotheken Sachsens, der 1498 erwähnten Ratsschulbibliothek in Zwickau. Der heutige Inkunabelbestand stammt hauptsächlich aus drei Quellen, aus dem mittelalterlichen Franziskanerkloster, der Sammlung des Stadtschreibers Stephan Roth (gest. 1546) und Erwerbungen des Schulrektors Christian Daum (gest. 1687). Die Schule hat diese Bestände seit der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts betreut und die einzelnen Teile in ihren Erscheinungsbildern erhalten. So gewährt sie Einblicke in die Buch-Interessen eines Klosters von Bettelmönchen, eines Angehörigen des Stadtpatriziats, der nebenamtlich einen schwunghaften Buchhandel betrieb, der Reformation und zeitweise Luther nahestand, sowie eines "Intellektuellen" und vielleicht "Retters von Kulturgut" mitten im 30jährigen Krieg und in den Folgejahren. Der Bestand von gut 1150 Einheiten war nie auf repräsentative Zimelien und herausragende Buchgestaltung ausgerichtet, er spiegelt den täglichen Bedarf und die Gewohnheiten der jeweiligen Besitzer. Wie bei einer herausragenden Stadt Sachsens zu erwarten, so steht als Druckort Leipzig im Vordergrund, und die historischen Einbände lassen die Erwerbungsgeschichte erkennen: Leipziger Einbände um Importgut aus dem gesamten deutschsprachigen Bereich sowie auch aus Italien belegen die Ausstrahlung des Messe- und Buchhandelsplatzes Leipzig in der Region. Daneben stehen die dortigen Universitätsausgaben im erweiterten Zeilenabstand. Die den Franziskanern zuzuweisenden Bestände erlauben Vergleiche mit den Klosterbibliotheken aus dem sächsischen Raum, wobei dem Konvent in der damals bevölkerungsreichsten Stadt Sachsens eine besondere Bedeutung zukam. 1492 hatte er ein Provinzialkapitel auszurichten.Der Band erschließt die Drucke nach den üblichen Methoden der Inkunabelkatalogisierung und stellt eine Reihe seltener Kleindrucke vor. Besondere Mühe wurde an die Bestimmung der Einbände der Zeit gewendet: um die Handelswege zu erschließen und frühe Einbandwerkstätten in Sachsen zu ermitteln, möglicherweise auch im nahen, noch nicht staatlich getrennten Böhmen. Ferner warendie Angaben zu prüfen, die seit den Arbeiten Konrad Haeblers aus den 1920er Jahren die Forschung bestimmen. Die enge Verbindung einiger spätmittelalterlichen Bucheigner zur städtischen Oberschicht erlaubt Schlaglichter auf die lokale Baugeschichte, u.a. der Marienkirche. Erstmals erschlossen wurden auch die Einblattdrucke, die über Zwickau betreffende Verwaltungsakte des Kaisers und der Landesfürsten informieren und im Aktenbestand des Stadtarchivs überliefert sind.

Anbieter: Dodax
Stand: 23.01.2020
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Die Inkunabeln der Ratsschulbibliothek Zwickau
50,40 € *
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Der Katalog erschließt einen Teil der Bestände einer der ältesten Bibliotheken Sachsens, der 1498 erwähnten Ratsschulbibliothek in Zwickau. Der heutige Inkunabelbestand stammt hauptsächlich aus drei Quellen, aus dem mittelalterlichen Franziskanerkloster, der Sammlung des Stadtschreibers Stephan Roth (gest. 1546) und Erwerbungen des Schulrektors Christian Daum (gest. 1687). Die Schule hat diese Bestände seit der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts betreut und die einzelnen Teile in ihren Erscheinungsbildern erhalten. So gewährt sie Einblicke in die Buch-Interessen eines Klosters von Bettelmönchen, eines Angehörigen des Stadtpatriziats, der nebenamtlich einen schwunghaften Buchhandel betrieb, der Reformation und zeitweise Luther nahestand, sowie eines "Intellektuellen" und vielleicht "Retters von Kulturgut" mitten im 30jährigen Krieg und in den Folgejahren. Der Bestand von gut 1150 Einheiten war nie auf repräsentative Zimelien und herausragende Buchgestaltung ausgerichtet, er spiegelt den täglichen Bedarf und die Gewohnheiten der jeweiligen Besitzer. Wie bei einer herausragenden Stadt Sachsens zu erwarten, so steht als Druckort Leipzig im Vordergrund, und die historischen Einbände lassen die Erwerbungsgeschichte erkennen: Leipziger Einbände um Importgut aus dem gesamten deutschsprachigen Bereich sowie auch aus Italien belegen die Ausstrahlung des Messe- und Buchhandelsplatzes Leipzig in der Region. Daneben stehen die dortigen Universitätsausgaben im erweiterten Zeilenabstand. Die den Franziskanern zuzuweisenden Bestände erlauben Vergleiche mit den Klosterbibliotheken aus dem sächsischen Raum, wobei dem Konvent in der damals bevölkerungsreichsten Stadt Sachsens eine besondere Bedeutung zukam. 1492 hatte er ein Provinzialkapitel auszurichten.Der Band erschließt die Drucke nach den üblichen Methoden der Inkunabelkatalogisierung und stellt eine Reihe seltener Kleindrucke vor. Besondere Mühe wurde an die Bestimmung der Einbände der Zeit gewendet: um die Handelswege zu erschließen und frühe Einbandwerkstätten in Sachsen zu ermitteln, möglicherweise auch im nahen, noch nicht staatlich getrennten Böhmen. Ferner warendie Angaben zu prüfen, die seit den Arbeiten Konrad Haeblers aus den 1920er Jahren die Forschung bestimmen. Die enge Verbindung einiger spätmittelalterlichen Bucheigner zur städtischen Oberschicht erlaubt Schlaglichter auf die lokale Baugeschichte, u.a. der Marienkirche. Erstmals erschlossen wurden auch die Einblattdrucke, die über Zwickau betreffende Verwaltungsakte des Kaisers und der Landesfürsten informieren und im Aktenbestand des Stadtarchivs überliefert sind.

Anbieter: Dodax AT
Stand: 23.01.2020
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